Juristische Abteilung

Omer Shatz ist Anwalt für internationales Recht, Professor für internationales Recht an der Sciences Po Paris und Absolvent der Yale Law School. In Israel (Palästina) gründete er zusammen mit Iftach Cohen eine Anwaltskanzlei für Menschenrechte, die sich auf Fälle vor dem israelischen Obersten Gerichtshof spezialisiert hat. Gemeinsam gründeten sie auch We Are Refugees, eine NGO, die inhaftierte Asylbewerber kostenfrei vertritt. Sie vertraten gemeinsam den bahnbrechenden Fall zum “Anti-Infiltrationsgesetzes”, der zur Freilassung von 1.500 Flüchtlingen führte und die Freiheit von weiteren Zehntausenden garantierte. In Frankreich war Omer Sonderpartner der internationalen Anwaltskanzlei Shearman & Sterling LLP. Er beriet Organisationen und Einzelpersonen wie Ärzte ohne Grenzen (MSF) und Julian Assange. Sein aktueller Schwerpunkt ist die Infragestellung der europäischen Migrationspolitik (ICC, ECHR, EuGH) mittels strategischer Rechtsfälle.

Iftach Cohen ist Anwalt für internationales Recht. Er ist Absolvent des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz, Italien, mit Spezialisierung auf humanitäres Recht, Menschenrechte und Flüchtlingsrecht. Im Jahr 2009 gründete er zusammen mit Omer Shatz eine Anwaltskanzlei für Menschenrechte, die sich auf Rechtsstreitigkeiten vor dem israelischen Obersten Gerichtshof spezialisiert hat. Im Jahr 2010 waren sie außerdem Mitbegründer einer NGO die inhaftierten Asylbewerbern, darunter Opfern von Folter, sexuellem Missbrauch und Menschenhandel, kostenfreie Rechtsvertretung bietet. Im Jahr 2016 haben sie im Auftrag einer internationalen Organisation in Sizilien ein innovatives Rechtsprojekt, das  Asylsuchenden in Italien über ihre Rechte aufklärt und ihnen ermöglichte sie zu vertreten, ins Leben gerufen und geleitet,. 2018-2019 vertrat Iftach Cohen das EASO als Mitglied eines internationalen Expertenteams im Ausschuss  für die Anerkennung von internationalem Schutz in Rom (Commissione Territoriale). Als Hauptrechtsberater leitet er derzeit ein Team von Anwälten sowie das zivilrechtliche Projekt von Front-LEX (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, EuGH).

Andreas Meyer (1937) kämpft gegen jegliche Ungerechtigkeit. Vorfahren sind 1630 aus Nürnberg nach Frauenfeld geflohen. 1973 Engagement für Chileflüchtlinge mit Kaplan Cornelius Koch und Peter Walss, später für Kurden, AAA mit Peter& Heidi Zuber, Amnesty International, Sandrose-Stiftung, Flüchtlingsprojekt (Hilfe zur Selbsthilfe) in Portugal. Als Kind 10 Jahre lang schwach und kränklich, mit Glück überlebt. 1956 Diplom Gartenbauschule Châtelaine-Genf. Auswanderung wegen Kältewelle von 1956 verunmöglicht. Widerwillig Eintritt in die rückständige elterliche Gärtnerei. Realisierung eigener Ideen und Mechanisierungstechniken. 1970 Gründung Hortechica AG, erfolgreiche eigene Ideen und Produkte, Entwicklung, Fabrikation. Export in 15 Länder. Mitbegründer der Kooperationsgemeinschaft SWISSEXPORT. 1998 Nachfolgeregelung. Auswanderung nach Portugal. Einsatz für die Sandrose-Stiftung.

Advocacy/Tribunal:

Claude Calame, Historiker und Anthropologe der antiken griechischen Kultur, ist Studienleiter an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris und lehrte an der Universität Lausanne, der Universität von Urbino sowie an der Yale University. Er prangert die sozialen und ökonomischen Folgen der neokolonialen Herrschaftsverhältnisse an, denen die Länder des Nordens die Länder des Südens durch die Globalisierung unterworfen haben. Ursprünglich in der SOS-Asile-Bewegung in der Schweiz tätig, setzt er sich als Mitglied der LDH (Abteilung EHESS), ATTAC (Ausschuss „Migration“) und Ensemble! für die Wahrung der individuellen und sozialen Rechte von Geflüchteten. Nachdem er im Januar 2019 vor dem permanenten Völkertribunal für Flüchtlingsrechte in Paris den Tod tausender Migranten im zentralen Mittelmeer als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anprangerte, veröffentlichte er zusammen mit Alain Fabart den Sammelband Migrations forcées, discriminations et exclusions. Les enjeux de politiques néocoloniales (Paris, Le Croquant, 2020).

Michael Genner, geboren 1948 in Wien, ist ein österreichischer politischer Aktivist. Er war 1970 bis 1972 im Vorstand von „Spartakus“, einer Jugendorganisation, die gegen die Erziehungsheime kämpfte. 1973 Mitgründer der Europäischen Kooperative Longo mai. Seit 1989 Rechtsberater für Asylsuchende in Wien. Seit 1993 bei „Asyl in Not“, seit 2004 Vorsitzender dieser NGO. Fortwährender Kampf für Rechte und Interessen der Geflüchteten und Eingewanderten. Preisträger der Österreichischen Liga für Menschenrechte (2011). Autor von „Verleitung zum Aufstand“, Mandelbaum-Verlag 2012.

Hannah Kentouche ist Aktivistin im transnationalen Netzwerk afrique-europe-interact für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung. Sie ist Teil von Alarme Phone Sahara, einem Projekt für solidarische Interventionen an den externalisierten Außengrenzen der EU. Hannah ist in zahlreichen antirassistischen Gruppen in Wien im Anti-Abschiebe -Bereich engagiert und ist Mitbegründerin der Initiative gegen Rückkehrzentren. Sie ist Mitglied von kritnet – Netzwerk für kritische Grenzregime- und Migrationsforschung. Als Sozialwissenschaftlerin hat sie Internationale Entwicklung und Gender Studies in Wien, Paris, Pretoria und Ouagadougou studiert.

Andreas Meyer (1937) kämpft gegen jegliche Ungerechtigkeit. Vorfahren sind 1630 aus Nürnberg nach Frauenfeld geflohen. 1973 Engagement für Chileflüchtlinge mit Kaplan Cornelius Koch und Peter Walss, später für Kurden, AAA mit Peter& Heidi Zuber, Amnesty International, Sandrose-Stiftung, Flüchtlingsprojekt (Hilfe zur Selbsthilfe) in Portugal. Als Kind 10 Jahre lang schwach und kränklich, mit Glück überlebt. 1956 Diplom Gartenbauschule Châtelaine-Genf. Auswanderung wegen Kältewelle von 1956 verunmöglicht. Widerwillig Eintritt in die rückständige elterliche Gärtnerei. Realisierung eigener Ideen und Mechanisierungstechniken. 1970 Gründung Hortechica AG, erfolgreiche eigene Ideen und Produkte, Entwicklung, Fabrikation. Export in 15 Länder. Mitbegründer der Kooperationsgemeinschaft SWISSEXPORT. 1998 Nachfolgeregelung. Auswanderung nach Portugal. Einsatz für die Sandrose-Stiftung.

René Lehnherr ist Mitgründer der europäischen Landwirtschaftskooperative Longo maï, des C.E.D.R.I (Europäisches Komitee zur Verteidigung der Flüchtlinge und Gastarbeiter) und des Europäischen BürgerInnenforums und Initiator des Monsanto Tribunal welches 2016 in Den Haag stattgefunden hat Unser Tribunal das sich gegen die «Hardliner» der mörderischen, europäischen Asylpolitik richtet und 2021/22 in Brüssel stattfinden soll, ist eine Initiative der Zivilgesellschaft und orientiert sich teilweise am Vorbild des Monsanto Tribunals. René Lehnherr lebt seit 22 Jahren in Amsterdam und ist von Beruf IT-Spezialist.

Christiane Lüst, Dipl.-Soz.-Päd. (FH) Öko & Fair Umweltzentrum Gauting, Aktion GEN-Klage
In dem Rahmen seit 2001 viele Berichte für und mit NGOs aus aller Welt über Menschenrechtsverletzungen vor dem UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte eingereicht und vertreten –Schwerpunkt: Agrogentechnik / Glyphosat …
Botschafterin des Monsanto Tribunals
Grad aktiv für die Flüchtlinge in Italien, basierend auf dem aktuellen Film „Das neue Evangelium“ von Milo Rau.

Clara SchwetlickStudentin für Politikwissenschaft und Soziologie (B.A.), sowie Rechtswissenschaft (Staatsexamen), an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nach einigen Jahren im Rettungsdienst trat sie ihr Studium an und beschäftigte sich fortlaufend mit den Themen Menschenrechtsverletzungen, Klimaflüchtlinge und Europarecht. Im Rahmen ihres Bachelorstudiums arbeitet sie nun als Praktikantin bei Front-Lex.